Wochenplan, der zweite Versuch

Man erinnere sich eine Woche zurück. Wir hatten knapp den Einzug verpasst, hatten uns aber einen straffen Wochenplan gesetzt, um das jetzt vergangene Wochenende einzuziehen:

  • zweiter Anstrich der Küchendecke (Dienstag)
  • zweiter Anstrich der Küchenwände (Dienstag/Mittwoch)
  • Erstellen der Trennmauer (Dienstag)
  • Anschluss der FBH an die Heizung (Dienstag!)
  • Verlegen von Tritt- und Gehschalldämmung in der Küche (Mittwoch)
  • Verlegen des Fußbodens in der Küche (Mittwoch/Freitag)
  • Aufbauen der Küche (Samstag)
  • Erstellen der Küchenarbeitsplatte.

Nun wissen wir alle, dass wir diesen Plan nicht halten konnten: die Mauer und die Decke haben zu lange gedauert. Dennoch darf man ja aber seine Ziele nicht aus den Augen verlieren, und so steht für diese Woche ein neuer Plan, der das Ziel „Einzug am Wochenende“ verfolgt:

  • Dienstag:
    • Küche und Essbereich für den Fußbodenbelag reinigen und vorbereiten
    • Deckenabschlusszierleisten anbringen
    • Trittschalldämmung in Küche und Essbereich verlegen und verkleben
  • Mittwoch:
    • Restarbeiten an der Trittschalldämmung
    • Dielenfußboden in Küche (und Essbereich?) verlegen
  • Donnerstag:
    • falls nötig Restarbeiten am Dielenfußboden
    • 2. Anstrich der Holzpaneele im OG
  • Freitag:
    • Küchenschränke aufbauen
  • Samstag:
    • Küchenschränke aufbauen, Küche zusammenstellen und fixieren
    • Arbeitsplatte planen, Material besorgen
  • Sonntag:
    • weiter Küche aufbauen
    • Küchenarbeitsplatte vorbereiten, konstruieren und gießen
    • einziehen!

Zwischendurch müsste wohl im Schlafzimmer im OG noch das alte Parkett verlegt werden, ein Bett und ein Kleiderschrank aufgebaut werden, und das Bad könnte auch noch eine Putzorgie vertragen – aber das muss irgendwie nebenbei noch abfallen. Mit dem einen oder anderen fleißigen Helfer werden wir das wohl schaffen. Und wenn’s dann doch zunächt nur das temporäre Schlafzimmer wird, können wir damit eine Woche leben – denke ich.

Wenn wir in dieser Zeit eines gelernt haben, dann ist es wohl, dass immer plötzlich Dinge auftauchen, die noch getan werden müssen, und dass immer alles viel länger dauert als gedacht. Ich denke trotzdem, dass wir uns auf einer Art Zielgeraden befinden (gut, über Fernsehecke und Marias Arbeitszimmer reden wir hier nicht) und ich halte das kommende Wochenende für machbar.

Wir geben alles.

Verlängerung

Die Woche kam und ging wie im Flug, jetzt ist Sonntag – und wir sind immer noch nicht einzugsbereit. Dennoch haben wir einiges geschafft, auch Dinge, die nie auf dem Plan standen.

Da wäre zuvorderst die Trennwand zwischen Küche und Essbereich, die wir aus den im Garten gefundenen Ziegelsteinen aufbauen wollten (und seit heute vollständig aufgebaut haben). Statt einem Abend haben wir dafür allerdings drei Abende und einen Vormittag opfern müssen – für nicht einmal 2 qm Mauerwerk. Aber es hat sich gelohnt:

So weit, so gut – das hat zwar länger gedauert als gedacht, war ja aber trotzdem geplant. Weniger geplant war, dass sich die Decke in der Küche beharrlich gewehrt hat. Nach dem Abhängen, Spachteln und Schleifen dachten wir, es wäre eine gute Idee, Farbe aufzubringen. Wir hatten uns vorsichtshalber bereits für Strukturfarbe entschieden, allerdings sah man auch nach einem zweiten Anstrich noch die Fugen zwischen den Trockenbauplatten. Es musste also umgeplant werden, und der neue Plan beinhaltete das Verputzen der gesamten Decke. Also wieder: noch nie gemacht, keine Ahnung, dennoch angefangen, länger gebraucht als gedacht, und trotzdem fertig geworden:

Auch im OG ist fleißig grundiert und lasiert worden – allerdings fehlt noch eine zweite Runde. Trotzdem: so langsam geht es mit kleinen, aber gezielten Schritten in Richtung Fertigstellung. Der Baustellencharakter löst sich Stück für Stück auf und weicht dem „hier muss nur noch ein bisschen gestrichen werden“-Gefühl.

Und eins ist klar: hätten wir nicht durch den Poststreik 4 Wochen verloren, hätten wir locker alles vor dem Einzugstermin fertig bekommen. Jetzt hängen wir 2 Wochen hinterher, was ich in Anbetracht der Situation gar nicht so schlecht finde!

Wochenplan

Wir haben ja ein Ziel: Einzug in Leist am nächsten Wochenende. Bis dahin muss allerdings noch ein bisschen was erledigt werden, und das wäre:

  • zweiter Anstrich der Küchendecke (Dienstag)
  • zweiter Anstrich der Küchenwände (Dienstag/Mittwoch)
  • Erstellen der Trennmauer (Dienstag)
  • Anschluss der FBH an die Heizung (Dienstag!)
  • Verlegen von Tritt- und Gehschalldämmung in der Küche (Mittwoch)
  • Verlegen des Fußbodens in der Küche (Mittwoch/Freitag)
  • Aufbauen der Küche (Samstag)
  • Erstellen der Küchenarbeitsplatte.

Alles konzentriert sich also ersteinmal auf die Küche – der Rest kommt dann später. Spätestens Donnerstag sollte dann auch endlich dies Dämmunterlage für die restliche Flache geliefert werden, so dass dann Schritt für Schritt das gesamte EG mit Fußboden versehen werden kann…

Ich bleibe optimistisch und sage: noch im November haben wir alles so weit, dass man da tatsächlich richtig wohnen kann, ohne große Kompromisse einzugehen!

Unser Einzug in ein neues Zuhause?

Nun ist es also soweit: der Kalender zeigt den 1.11., und seit gestern Nachmittag wohnen andere in unserem kleinen Häuschen in der Stadt. Wir haben mit viel Stress und noch mehr netten Helfern noch ein bisschen was am Haus machen können und unsere Sachen (und das waren erstaunlich viele!) vom alten ins neue Haus getragen.

Neben dem Umzug selbst sind auch am Haus noch ein paar Dinge passiert: die Decke in der Küche ist gespachtelt und geschliffen und kann gemildert werden; die Decke im Fernsehzimmer ist immerhin angebracht. Die Fußbodenheizung ist seit Dienstag fertig gefräst und gelegt und wird wahrscheinlich am Montag angeschlossen. Der Fußboden selbst (also 1,5 Tonnen Eichendielen) wurden geliefert und liegen im Haus – auf einem großen Stapel. Denn was fehlt, ist die Trittschalldämmung, die zwar nach Aussage der liefernden Firma Donnerstag verschickt werden sollte, am Freitag aber immer noch nicht unterwegs war. Darüberhinaus mussten wir unseren Plan mit dem gegossenen Fußboden in der Küche aufgeben, da der Boden leider zu einer Ecke stark abfällt und daher keine Vergussmasse dieser Welt dort geblieben wäre, wo sie hingehört. Also wird nun der Holzfußboden weiter in die Küche geführt.

Kurzum: das Haus ist noch nicht bewohnbar, also sind wir zwar aus-, aber nicht eingezogen. Großartigerweise haben wir unkompliziert bei meinen Schwieger- und Marias Eltern Unterschlupf gefunden und werden hier jetzt ein paar Tage wohnen, bis wir wenigstens die Küche aufgebaut haben – für den Teil des Bodens haben wir vor Ort eine passende Dämmunterlage besorgt, so dass wir hier direkt anfangen können. Heute wird es also an die Küche gehen: Decke malen, Trennmauer mauern. Und dann mal schauen, was wir noch schaffen…

Neues Etappenziel ist der Einzug am nächsten Wochenende.

Wand fertig, Fußbodenheizung kommt

Ein erfolgreicher Sonntag neigt sich dem Ende.

Neben der Erweiterung der Decke über die gesamte Küche (in dem Raum fehlt jetzt also nur noch die Decke über dem Essbereich) haben wir ganz nebenbei die Wand zwischen Fernsehecke und Arbeitszimmer soweit fertiggestellt:

Die Wand kann jetzt also gespachtelt und verputzt werden; dann sollten wir noch eine Tür einbauen (das wird ja die alte, die früher mal vom Flur ins Musikzimmer führte) und dann ist diese Baustelle soweit abgeschlossen.

Darüberhinaus kam heute der engültig erlösende Anruf der Fußbodenheizung fräsenden Firma, dass sie tatsächlich morgen kommen und fräsen; Dienstag wird der Verteiler geliefert, so dass die Anlage dann komplett ist und an die Heizung angeschlossen werden kann.

Sobald dann der Fußbodenbelag da ist (und der sollte hoffentlich im Laufe der Woche geliefert werden), kann alles schick gemacht werden und wir können einziehen! So langsam beginnt alles irgendwie zu konvergieren – und das gefällt!

Noch nicht aufgegeben!

Fast eine Woche hat es gedauert, eine Alternative zur gefrästen Fußbodenheizung zu finden. Gestern kam der erlösende Anruf einer Firma aus Ostfriesland, die auch fräst – und das auch in Beton. Die haben den Auftrag übernommen, die angefangenen Kanäle fertigzustellen und uns die FBH einzubauen. Dabei sind zwei Dinge ganz erstaunlich:

  • wenn alles klappt, machen die das schon am Montag (ja, morgen!)
  • die sind trotz erschwerter Bedingungen mit unserem Fußboden noch günstiger als die Jungs, die es zuerst versucht haben.

Heißt: im Idealfall können wir am Dienstag anfangen, den Boden in der Küche zu gießen – und vielleicht können wir pünktlich zum 1.11. sogar in ein fast fertiges Haus einziehen.

Wir waren in der Zwischenzeit aber auch nicht faul und haben die Wand zwischen Fernsehecke und Arbeitszimmer weitergebaut sowie angefangen, die Decke in der Küche abzuhängen:

Es geht also voran. Plan für heute: Wand fertig machen und die Decke in der Küche fertigstellen. Und, da wir Besuch von ein paar netten Menschen bekommen, werden wir sogar noch anfangen, zu streichen…

Fußbodenheizung, der 1. Versuch

Da bisher ja eigentlich alles reibungslos geklappt hat, musste ja früher oder später der Moment kommen, in dem uns die große Katastrophe heimsucht.

Dieser Moment kam gestern in Gestalt der Leute, die uns die Fußbodenheizung verpassen wollten…

Alles begann damit, dass die Jungs aus den Niederlanden zu uns fuhren und am späten Nachmittag auch eintrafen. Kurz noch besprochen, wo die Heizung wie verlegt wird und wo problematische Stellen (z.B. Heizungsrohre oder Elektrik direkt unterm Estrich) liegen; dann waren die beiden auf sich allein gestellt und haben plant, gezeichnet und angefangen zu fräsen.
Uns erreichte kurz vor 19 Uhr der entscheidende Anruf: es gäbe Probleme mit der Heizung, einer von uns müsse bitte mal zum Haus kommen. Gesagt, getan. Ich fuhr also raus zum Haus und durfte mir das Elend vor Ort anschauen und -hören:

Auf dem Estrich liegt eine etwa 1cm dicke Betonschicht!!!

Nun mag man meinen, dass Estrich und Beton so unterschiedlich gar nicht sind – sind sie aber genug, um die Fräse ins Schwitzen zu bringen. Tatsächlich reichen die Festigkeit und die Steine im Beton (wir erinnern uns: Estrich enthält Steine bis 8mm Durchmesser, Beton auch darüber) aus, um die Zähne aus der Frässcheibe zu reißen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist der Estrich unter der Betonschicht auch von ganz bes….onders guter Qualität, was sich in begeistertem Bröckeln äußert. Fazit der Handwerker: „Wir haben bestimmt schon über 2000 Häuser gemacht, und wir sind noch nie nach Hause gefahren, ohne das fertig zu machen. Aber hier kommen wir nicht weiter“. Also: Sachen gepackt, ins Hotel gefahren, und heute zurück in die Niederlande – unverrichteter Dinge.

Kleines Trostpflaster: die ganze Aktion geht nicht aufs Budget, da die Firma ja schon da war und eine Probebohrung gemacht hat. Dabei ist die ungünstige Zusammesetzung des Bodens scheinbar nicht aufgefallen.


 

Nun haben wir also keine Fußbodenheizung, dafür aber einen angefrästen (und an den Kanten teilweise abbröckelnden) Estrich, den wir flicken müssen. Das werde ich heute Abend dann mal angehen. Das ist alles nicht so schlimm. Schlimm ist, dass wir jetzt also eine Alternative brauchen – und das gestern.

Wenn alles klappt, erhalte ich noch heute ein Angebot für ein anderes FBH-System, das mit sehr dünnen Schläuchen auskommt und insgesamt eine Aufbauhöhe von nur 6-10mm benötigt. In Kobination mit den 18mm Fußboden, die ja noch oben drauf kommen, passt das gerade so unter die Terrassentüren…

Zeitverlust: eine Woche, mindestens.
Einzug im Oktober: so gut wie unmöglich.

Schade eigentlich.

Baustopp

Nein, es gab und gibt keinen. Wir sind einfach nur nicht dazu gekommen, hier aktuelle Fotos zu posten und zu berichten. Ich will die wichtigsten Entwicklungen schnell zusammenfassen:

Durchbruch Flur-Musikzimmer

Ja, es tut sich was (und ist inzwischen schon fast fertig, dazu in einem späteren Beitrag mehr)! Zum Beispiel ist am 08.10. die Wand zwischen Flur und zukünftigem Musikzimmer gefallen:

Jetzt entsteht also beim Eintritt in das Haus ein wunderbarer Blick durch Musik- und Wohnzimmer direkt auf die Terasse. Das ist schon mal schön.

Durchbruch Esszimmer-Fernsehecke

Da ja nicht nur Flur und Musikzimmer miteinander verbunden werden sollten sondern auch Esszimmer und Fernsehecke, musste auch diese Wand weichen. Das war allerdings etwas komplizierter, da es sich um eine tragende Wand handelt, auf der eine mehr schlecht als recht ausgeführte Decke aus alten Beton-Elementen liegt. Die Baufirma hat mehrfach betont, wie blöd das ist zum Abstützen und dass sich da nicht jeder rantrauen würde (jaja, danke also wohl an dieser Stelle), hat sich dann aber doch getraut und:

Am 08.10. wurde der erste Teil des neuen Mauerwerks erstellt und die Wand gesägt (an der gegenüberliegenden Seite des Durchbruchs), am 09.10. die Decke abgestützt und das neue Mauerwerk erweitert, am 12.10. war dann der Durchbruch erfolgt und die Stahlträger lagen an ihrer Stelle (allerdings noch ohne Verbindung zur Decke und damit auch unbelastet).

Es geht voran!

Update

Nachdem ja nun schon ein paar Tage nicht viel passiert ist, hier ein kurzes Update über die letzten größeren Arbeiten.

Nachdem schon am Mittwochabend das zukünftige Fernseh-/Arbeitszimmer seine Decke verloren hat:Deckenabriss Arbeitszimmer

musste nun auch die Küche ihre Hüllen fallen lassen:

Decke KücheDeckenabriss Küche

Am Montag treffe ich mich mit dem Verantwortlichen für den Wanddurchbruch und meinem Vater als Statiker; die beiden schauen sich die Decke an und kaspern dann hoffentlich aus, wie der Durchbruch am besten durchzuführen ist.

Dann heißt es Daumen drücken, dass der Durchbruch noch die kommende Woche fertiggestellt werden kann, damit planmäßig am 12.10. die Fußbodenheizung eingebastelt werden kann.

Erkenntnisse des Tages

  1. Die Kombination aus einem großen Garten und einem Rasenmäher ersetzen das Fitnessstudio. Glaube ich.
  2. Wenn das Gras so lang ist, dass man mit jeder Bahn nur 5 Zentimeter weiter kommt, macht das Mähen gleich doch etwas weniger Spaß
  3. Der Blick hinten aus dem Garten über das Feld bei Sonnenuntergang ist unbezahlbar. Ehrlich. Dafür musste ich sogar kurz beim Mähen Pause machen.
  4. Die Türrahmen sitzen verdammt fest. Ob unser Plan, den Rahmen aus der einen Wand, die rauskommt, in die andere Wand, die reinkommt, zu setzen, aufgeht? Keine Ahnung. Wenn wir vorsichtig arbeiten mit viel Glück.
  5. Die tragende Wand, die geöffnet werden soll, ist nicht einschalig. Wir brauchen also einen dicken statt zwei dünne Stahlträger. Wenn denn der Plan bei dieser Wand überhaupt aufgeht. Morgen treffe ich mich mit dem Bauleiter der Firma, die die Durchbrüche machen soll – mal schauen, was der sagt.
So sieht die tragende (und zu öffnende) Wand von "innen" aus.
So sieht die tragende (und zu öffnende) Wand von „innen“ aus.